Marvel’s Daredevil, Staffel 1 – Review

Ich glaube man kann ohne zu übertreiben behaupten dass in den letzten Jahren das rote Marvel Logo zu einem Qualitätssiegel für Comicfilme herangereift ist. Nach einem etwas holprigen Einzug in die Kinos – Fantastic Four, Hulk, Daredevil – läuteten Sie spätestens mit den Avenger-Filmen eine neue Hochzeit der Superhelden ein. Und wenn dann noch die Serienfabrik Netflix dazukommt? Dann entsteht daraus etwas fantastsiches wie die neue Netflix Original Series „Marvel’s Daredevil“. Nachdem die erste Staffel nun in meinen Synapsen gefangen ist möchte ich euch ein paar Anreize geben um selbst reinzuschauen!

Obwohl er den Blindenstock nie braucht...

Obwohl er den Blindenstock nie braucht…

„Daredevil“ ist das Alter-Ego des Rechtsanwalts Matt Murdock. Im zarten Alter von neun Jahren erlitt er einen Unfall bei dem Chemikalien sein Augenlicht zerstörten. Doch sein Vater, ein mittelmäßiger Profiboxer, hat ihn gelehrt immer wieder aufzustehen und weiterzukämpfen. So fand Matt schnell heraus dass er zwar nie wieder etwas sehen würde, seine anderen Sinne jedoch viel schärfer sind als zuvor. Sein Gehör durchdringt Wände, er kann über mehrere Stockwerke hinweg riechen, und jede Veränderung der Luft spürt er sofort.

Als Erwachsener arbeitet Matt zusammen mit seinem besten Freund Foggy Nelson in ihrer eigenen Anwaltskanzlei. Ihr Ziel ist es, den Menschen zu helfen und Unrecht zu bekämpfen. Doch das ist Matt zu wenig, deswegen ist er jede Nacht als einsamer Rächer unter schwarzer Haube versteckt unterwegs. Dabei wird er den rivalisierenden Verbrecherbanden der Stadt immer unangenehmer. Das führt ihn schließlich auf die Spur von Wilson Fisk, dem „Kingpin“.

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Mit ihm ist nicht gut Kirschen Essen – Gangsterboss Wilson Fisk

Zugegeben, ich war am Anfang etwas skeptisch. Daredevil war immer ein Superheld den man am besten mit „meh“ beschreiben konnte. Woher diese Reputation stammt kann ich nicht genau sagen, aber der Film aus 2003 war mir noch so sehr in Erinnerung dass ich es der Serie schwer machte mich vom Gegenteil zu überzeugen. Doch siehe da, sie hat es geschafft!

Das liegt nicht zuletzt an den hervorragenden Schauspielern. Charlie Cox als Matt ist super sympathisch und harmoniert perfekt mit Eldon Henson, der seinen Freund Foggy spielt. Die später hinzustoßende Karen, gespielt von Deborah Ann Woll, rundet die Sache ab und zwischen dem Trio entsteht eine glaubwürdige Freundschaft. Auf der anderen Seite haben wir den bunten Reigen an Bösewichten, allen voran Fisk, gespielt von Vincent D’Onofrio – einigen von Ihnen vielleicht bekannt aus Full Metal Jacket. Fisk ist mit seiner Unberechenbarkeit ein unterhaltsamer Gegenspieler. Sein Charakter und seine Motive werden gründlich erforscht, so sehr dass ich ihn gegen Ende hin sogar etwas verstehen konnte. Trotz der äußerst blutigen Sache mit der Autotür…

Wer kein Blut oder keine Verletzungen sehen kann muss hier öfter mal wegschauen, da die Kampfszenen nicht zimperlich sind in dem was sie zeigen. Aber was für gute Kampfszenen das sind! Obwohl ich nicht einschätzen kann was echt ist und wobei getrickst wurde – ein gutes Zeichen – sind die Martial Arts Kämpfe sehr unterhaltsam anzusehen. Obwohl am Anfang etwas zu viel geprügelt wird, flacht die Action in der Mitte der Staffel ab und macht den Charakteren Platz. Damit wird das Spektakel auch nicht so leicht langweilig.

Gute Charaktere, gute Action, was will man mehr. Eine Serie wird für mich zu einer fantastischen Serie wenn sie mir einen „Oh Shit!“ Moment entlockt. Und dieser kam auf jeden Fall vor. Wer sich eine gut ausbalancierte Story mit tollen Schauspielern ansehen möchte ist mit Daredevil gut bedient. Ich zumindest warte schon gespannt auf Staffel 2!

Er isst Blindenhunde zum Frühstück!!

Er isst Blindenhunde zum Frühstück!!

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